h Dachstuhlbrand in der Ringstr....

 

Um 23:03 Uhr wurde die FFW Prackenbach zu einem B 3" Dachstuhlbrand in der Ringstr. Personen in Gefahr alarmiert."

 

Beim Eintreffen der Feuerwehr war bereits starke Rauchentwicklung und erste Flammen aus der Dachhaut  -  ein  Innenangriff  war bereits unmöglich -  wenige Minuten später stand das obere Geschoss in kürzester Zeit in  Vollbrand.

Da zu diesem Zeitpunkt bereits feststand,  das sich keine weiteren Personen im Gebäude befanden, konzentrierten sich die Löscharbeiten auf Eindämmung des Brandes.

Die Wasserversorgung war durch den nahen Prackenbach sowie das Hydrantennetz ausreichend sichergestellt.

Eingesetzt waren die Feuerwehr Prackenbach, Ruhmannsdorf, Tresdorf, Moosbach, Viechtach, Schlatzendorf,  sowie  Altrandsberg aus dem Nachbarlandkreis Cham   sowie  Regen als zweite Drehleiter. Die Einsatzleitung oblag dem 1. Kdt der Feuerwehr Prackenbach Franz Holzapfel.

Die zuständigen Führungskräfte   KBM Sterr sowie KBI Stiedl und  Kreisbrandrat Hermann Keilhofer  waren ebenfalls angerückt.

Die ca.  130 Einsatzkräfe vor Ort wurden ergänzt  durch BRK, der Polizei  sowie der Atemschutzwerkstätte in Zwiesel zur Sicherstellung der Vorsorgung mit Atemschutzgeräten.

Auch am 28.12.2011 wurden den ganzen Tag über Nachlöscharbeiten durchgeführt.

 

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Person des Tages

Franz Holzapfel,

Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Prackenbach. Er leitete den vierstündigen Einsatz beim nächtlichen Großbrand in Prackenbach, der "uns alle stark gefordert hat".Foto: mh

Quelle: PNP Viechtach

 

Elf Bewohner retten sich vor dem Feuer

Nächtlicher Großbrand in Geschäfts- und Mehrfamilienhaus ? Gesamtschaden wird auf 750 000 Euro geschätzt

Von Franz Hackl

Der Brandort gestern Vormittag: Durch massiven Löscheinsatz konnten die Feuerwehren den Gebäudekomplex erhalten, der ausgebrannte Teil (rechts) ist aber einsturzgefährdet.
 

Der Brandort gestern Vormittag: Durch massiven Löscheinsatz konnten die Feuerwehren den Gebäudekomplex erhalten,  der ausgebrannte Teil (rechts) ist aber einsturzgefährdet.

 

 

Prackenbach. "Wir haben unglaubliches Glück gehabt!" Das sagt nicht nur der Einsatzleiter der Feuerwehr, weil mit vereinten Kräften das Schlimmste verhindert werden konnte, sondern vor allem die elf Bewohner, die sich aus dem brennenden Haus in Sicherheit bringen konnten. Durch den Brand eines Geschäfts- und Mehrfamilienhauses am Dienstagabend in der Ortsmitte von Prackenbach sind sie vorübergehend obdachlos geworden, der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 750 000 Euro.

 

"Wir haben nichts mehr": Die Mieter Marina Söllner und Benjamin Judas sind in diesen Klamotten aus dem Haus geflüchtet.

 

Nach dem Wohnhausbrand in der Nacht zum Dienstag in Pirka (wir berichteten gestern ausführlich) wurden die Feuerwehren im Raum Viechtach/Prackenbach innerhalb von 24 Stunden erneut zu einem Großeinsatz gerufen. Über vier Stunden kämpften rund 120 Aktive von acht Feuerwehren um den Erhalt des Geschäfts- und Wohnhauses in der Ortsmitte von Prackenbach; dies ist letztlich gelungen, aber die Feuer- und Wasserschäden an dem Gebäudekomplex sind so groß, dass nach Einschätzung von Fachleuten zumindest ein Teil abgerissen werden muss.

Ein Glück, dass genügend Löschwasser vorhanden war: Am nahen Prackenbach wurden die Pumpstationen eingerichtet.
 

Ein Glück, dass genügend Löschwasser vorhanden war: Am nahen Prackenbach wurden die Pumpstationen eingerichtet.

 

Brandleider ist der Gastronom Roland Geiger, der vor gut 20 Jahren die ehemalige Brauerei Eidenschink samt Gasthof, keine hundert Meter von der Pfarrkirche in Prackenbach entfernt, übernommen hat. Die alte Brauerei stammt aus dem 16. Jahrhundert, bis 1974 wurde hier Bier gebraut. In dem komplett sanierten Gebäudekomplex sind im Erdgeschoss neben Geigers eigener Gaststätte eine Pizzeria und eine Fahrschule untergebracht. Ober- und Dachgeschoss wurden ausgebaut, in sieben Wohneinheiten lebten bis Dienstagabend 13 Personen.

Besitzer entdecktRauch überm Dach

Dienstagabend kurz nach 23.30 Uhr: Flammen schlagen aus dem Dachstuhl, die Feuerwehren arbeiten mit Hochdruck. ???Fotos: Hackl
 

Dienstagabend kurz nach 23.30 Uhr: Flammen schlagen aus dem Dachstuhl, die Feuerwehren arbeiten mit Hochdruck. ???Fotos: Hackl

 

Der Besitzer selbst war es auch, der das Feuer entdeckte. Wie Roland Geiger gestern Vormittag dem Viechtacher Bayerwald-Boten schilderte, sei er am Dienstagabend in seinem Haus, das sich unmittelbar neben dem Brandobjekt auf der anderen Straßenseite befindet, von seiner Frau auf Brandgeruch aufmerksam gemacht worden. Dies sei kurz vor 23 Uhr gewesen und beim Blick aus dem Fenster habe er hinter dem Dach seines Mehrfamilienhauses "Dunst und Rauch" gesehen. Geiger machte sich unverzüglich auf die Nachschau und als er zum Hinterhof kam, habe er bereits das Piepsen des im Haus installierten Feuermelders gehört.

 Sein erster Gedanke: Die Bewohner alarmieren und in Sicherheit bringen. Dies ging dann in Minutenschnelle, denn bis auf ein Ehepaar, das bereits zu Bett gegangen war, waren alle anderen noch wach und flüchteten sofort aus dem Haus, ohne irgend etwas mitzunehmen. Erst als alle im Freien waren, alarmierte Roland Geiger die Feuerwehr und kümmerte sich um das Feuer, das sich rasant ausbreitete.

Brandherd war offensichtlich eine verschlossene Wohnung im Obergeschoss, deren Mieter ? ein junges Ehepaar, das ein Kind erwartet ? am Freitag vor Weihnachten zu Verwandten nach Rheinland-Pfalz gefahren waren. "Dort brannte es lichterloh, ich konnte mit dem Feuerlöscher nichts mehr ausrichten", sagt Roland Geiger.

Um 23.02 Uhr wurde über die Einsatzzentrale in Straubing Feueralarm ausgelöst, sechs Minuten später war die Prackenbacher Feuerwehr vor Ort. "Als ich herkam, stieg dicker Rauch aus dem Dach auf", schildert Kommandant Franz Holzapfel seine erste Wahrnehmung. Aber man konnte sofort mit dem Löscheinsatz beginnen, denn Wasser war genügend vorhanden: Nur 50 Meter entfernt fließt der Prackenbach vorbei und auch an zwei nahe Hydranten konnte angeschlossen werden. Zudem unterstützten die Drehleitern aus Viechtach und Regen die "Einsatzkräfte am Boden".

Löscheinsatzdauerte vier Stunden? Kommandant Franz Holzapfel, der den über vierstündigen Einsatz leitete, war am Tag danach mit dem Ergebnis zufrieden, räumte aber auch ein, dass "günstige Umstände" dazu beigetragen hätten. Was wäre gewesen, wenn wegen starken Frostes kaum Wasser zur Verfügung gestanden hätte, fragt er sich selbst und "um diese Zeit waren noch die meisten wach"; denn es hätte "eine Katastrophe geben können, wenn das Feuer um zwei oder drei Uhr nachts ausgebrochen wäre", meint Holzapfel.

Sowohl Alarmierung als auch der Löscheinsatz vor Ort hätten sehr gut geklappt, betont Kommandant Holzapfel, der von KBI Christian Stiedl und KBM Hans Sterr unterstützt wurde. Auch Bürgermeister Xaver Eckl war vor Ort und kümmerte sich zusammen mit dem Roten Kreuz um Notunterkünfte. Mit insgesamt 120 Aktiven waren die Feuerwehren Prackenbach, Viechtach, Tresdorf, Ruhmannsdorf, Moosbach, Schlatzendorf, Altrandsberg und Regen im Einsatz. Erst um 3 Uhr früh war das Feuer endgültig unter Kontrolle.

"Wir sind dank des Alarms unseres Hausherrn mit dem Leben davongekommen, aber alles andere ist jetzt eine Katastrophe", sagt Benjamin Judas, der zusammen mit seiner Lebensgefährtin Marina Söllner im letzten Moment aus dem brennenden Haus geflüchtet ist. "Wir konnten nichts mehr retten, bis auf unsere Geldbörsen und Ausweispapiere ist alles verbrannt", erzählen sie. Die beiden sitzen am Vormittag in der Küche von Roland Geiger, nur mit dem bekleidet, mit dem sie in der Nacht zuvor aus dem Haus gerannt sind.

"Die Wohnungseinrichtung, unsere Kleider, die Fotos ? alles ist weg" klagt Benjamin Judas. Nun müsse man abwarten, was die Hausratversicherung übernimmt und schauen, wo man in den nächsten Wochen unterkommt.

Genauso geht es den anderen Mietern, die größtenteils völlig mittellos auf der Straße stehen. "Die fünf Wohnungen über dem alten Wirtshaus sind restlos zerstört, die beiden im Brauereiturm kann man vielleicht wieder sanieren", schätzt Besitzer Geiger die Lage ein. Er wäre dankbar, wenn sich Hausbesitzer melden würden, die seine Mieter vorübergehend aufnehmen, denn "alle möchten in der Gemeinde Prackenbach bleiben".

Mieter stehen auf der Straße ? Unmittelbar betroffen ist auch Geiger selbst: Das ehemalige Lokal "Gin-Gin" im Erdgeschoss der ehemaligen Brauerei hat er in den letzten Wochen aufwändig neugestaltet und sollte als Gaststätte "Sudhaus" demnächst neu eröffnet werden. Diese Pläne kann er vorerst begraben.

Die Ermittlungen nach der Brandursache gestalten sich sehr schwierig, weil "das Gebäude wegen akuter Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden kann", teilte gestern Nachmittag Pressesprecher Klaus Pickel vom Polizeipräsidium in Straubing mit. Die Beamten der Kripo Straubing hätten bislang "keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung" gefunden. Der Gesamtschaden wird auf rund eine dreiviertel Million Euro taxiert.

Quelle : Text & Bilder: PNP Viechtach

 

 

 

Wohnhausbrand in Prackenbach

 

Prackenbach. (pb) In der Ringstraße in Prackenbach (Landkreis Regen) ist am Dienstag gegen 23.10 Uhr ein Wohnhaus aus noch unbekannter Ursache in Brand geraten. Obwohl das Gebäude im Vollbrand stand, sind laut Erstmeldung der Polizei keine Personen gefährdet oder verletzt worden. Der entstandene Sachschaden und die Brandursache sind noch völlig unklar.

Quelle Text: Kötztinger Zeitung

Text & Bilder: FFW Prackenbach

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