10.12.2003 Dachstuhlbrand am helllichten Vormittag

Unterrubendorf (mh/hl). Feueralarm gestern kurz vor der Mittagsstunde: Um 11.45 Uhr war im Wohnhaus des Alfred Zitzelsberger in Unterrubendorf (Gemeinde Prackenbach) ein Brand unter dem Dachstuhl entdeckt worden, der aber durch konzentrierten Feuerwehreinsatz rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Auf Grund der Brandmeldung wurden nicht nur die gemeindlichen Feuerwehren Prackenbach, Moosbach und Ruhmannsdorf alarmiert, sondern auch die FFW Viechtach alarmiert, die mit der Drehleiter anrückte. Damit gelangte man aufs Dach, entfernte die Dachziegel und konnte gezielt löschen.
Einsatzleiter war Stefan Pritzl von der Freiwilligen Feuerwehr Prackenbach, die auch drei Atemschutzträger im Einsatz hatte. Auch KBI Peter Altmann und KBM Johann Sterr waren am Brandplatz.
Kurz nach Mittag trafen die Brandfahnder der Kripo Deggendorf ein, Erkenntnisse über die Brandursache gibt es noch nicht. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 20 000 Euro geschätzt.

Quellen:    Text und Fotos:    KFV Regen, PNP

03.10.2003 Herd setzt Dachzimmer in Brand

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Sachschaden auf 15 000 Euro geschätzt - Fünf Feuerwehren am Brandort

Prackenbach (mh/gsc). Das rasche Eingreifen der Feuerwehr hat am Freitagvormittag in einem Anwesen in Hagengrub (Gemeinde Prackenbach) Schlimmeres verhindert. In einer nicht mehr genutzten Küche unterm Dach hatten spielende Kinder Plastikgeschirr auf einem Herd in Brand gesetzt. Kurz nach halb zehn wurde am Freitag die Feiertagsruhe des Tags der Deutschen Einheit jäh gestört. Stefan Penzkofer, der Jugendwart der FW Prackenbach, meldete den Brand, der kurz zuvor von Ludwig Penzkofer gesichtet worden war. Fünf Minuten später traf die Stützpunktfeuerwehr Prackenbach beim Anwesen von Paul Altmann in Hagengrub ein und nach und nach kamen auch die Wehren aus Moosbach, Ruhmannsdorf, Viechtach und Regen dazu.
Unter der Einsatzleitung von Kurt Sobania (Prackenbach) wurden Atemschutzträger (Prackenbach) eingesetzt und der Dachzimmerbrand mit dem Wasser aus dem Tankfahrzeug bekämpft. Außerdem bauten die Nachbarwehren eine zusätzliche Sicherungsleitung aus dem nahen "Prackenbach" auf. Von der Feuerwehr Regen kam schließlich die Wärmebildkamera zum Einsatz. Am Brandort erschienen auch KBR Hermann Keilhofer, KBM Johann Sterr sowie 2. Bürgermeister Albert Baumgartner. In relativ kurzer Zeit (gegen 10.30 Uhr) konnte man mit dem Aufräumen beginnen.
Zur Aufklärung der Brandursache und Schadensermittlung hat die Kripo Deggendorf die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand in einer nicht mehr genutzten Küche im Dachgeschoss aus. Die Kleinkinder der Familie hätten Kunststoffgeschirr auf den funktionsfähigen Elektroherd gestellt und eingeschaltet, so die Polizei. Das Geschirr fing Feuer, die Flammen breiteten sich rasch auf das ganze Zimmer aus. Dadurch entstand Sachschaden von 15 000 Euro.
Der geschädigte Familienvater erlitt eine leichte Rauchvergiftung und musste ambulant behandelt werden.

Quellen:    Text und Fotos:    KFV Regen, PNP

16.03.2003 Lkw brannte völlig aus:
50 000 Euro Schaden

 
Prackenbach (hl). Enormer Sachschaden ist am späten Dienstagnachmittag bei einem Lkw-Brand in Prackenbach entstanden. Der Fahrer des Möbeltransporters aus dem Landkreis Regensburg hatte das Fahrzeug gegen 18.30 Uhr wegen eines Turboschadens in der Ringstraße abgestellt. Kurze Zeit danach fing der Lkw Feuer und brannte restlos aus. Die herbeigerufene Feuerwehr brachte den Brand zwar rasch unter Kontrolle, das Fahrzeug wurde aber restlos zerstört. Der entstandene Sachschaden wird von der Firma mit rund 50 000 Euro angegeben.

Quellen:    Text und Fotos:    PNP

30.08.2003 Laster demoliert die Leitplanke


Totalsperrung am Samstag auf der B 85 - Hoher Sachschaden

Prackenbach (gsc). Eine Unachtsamkeit, die viel Geld kosten wird: Ein Laster geriet am Samstag auf der B 85 über die linke Böschung und kippte um. Zwar blieb der Fahrer unverletzt, es entstand aber Sachschaden von 50 000 Euro.

Es war kurz vor halb zwölf Uhr mittags, als der 38-jährige Fahrer aus Schwandorf seinen Lkw auf der Bundesstraße 85 in Richtung Cham steuerte. Im Auslauf der langen Gefällstrecke bei Moosbacherau geriet er nach rechts aufs Bankett. Auf knapp 100 Metern pflügten die rechten Räder die Böschung auf, bis es der Oberpfälzer zurück auf die Fahrbahn schaffte. Dort übersteuerte er jedoch und kam so auf die linke Straßenseite und rutschte über die dortige Böschung. Der Laster kippte um und blieb auf der rechten Seite liegen. Der Fahrer blieb unverletzt, auch andere Verkehrsteilnehmer kamen nicht zu Schaden.

Durch die Schleuderpartie beschädigte das schwere Gefährt drei Leitpfosten und drei Leitplankenfelder. Nach ersten Schätzungen entstand Sachschaden in Höhe von 50 000 Euro.

Für die Aufräumarbeiten musste die Bundesstraße über zwei Stunden ganz bzw. halbseitig gesperrt werden. An der Unfallstelle half die FFW Moosbach der Polizei bei der Absperrung der Straße. Die Kameraden säuberten auch die Fahrbahn. Wegen der Beschädigungen an den Leitplanken verständigte die Polizei die zuständige Straßenmeisterei Viechtach.


Quellen:    Text und Fotos:    PNP

29.07.2003 Auf dem Weg zur Kirche verunglückt: Vierköpfige Familie rast in Klein-Lkw

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Frontalzusammenstoß am Dienstagabend auf der B 85 bei Hetzelsdorf: Fünf Schwerverletzte

Viechtach/Prackenbach (hl). Sie waren auf dem Weg zur Kirche in Wiesing, wo sie am Sterberosenkranz für eine nahe Verwandte teilnehmen wollten. Kurz nach Prackenbach aber war die Fahrt für die vierköpfige Familie aus Wiesenfelden zu Ende: Ihr Auto prallte auf der B 85 gegen einen Klein-Lkw, fünf Personen erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Dies war am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr. Die Autofahrer, die als erste am Unfallort vorbei kamen und die Rettungskräfte alarmierten, konnten sich zunächst keine Vorstellung vom Unfallhergang machen: Zwei Fahrzeuge, ein BMW in der Fahrbahnmitte und ein Klein-Lkw, halb im Straßengraben, stehen in gleicher Fahrtrichtung. Während sich kurz danach gut zwanzig Leute - Notärzte, Sanitäter und Feuerwehrleute - um die schwer verletzten Insassen kümmern, kann die Polizei allmählich den schrecklichen Unfall rekonstruieren.
Ein vollbesetzter schwerer BMW (325 Allrad) befand sich gegen 19.15 Uhr auf dem Weg von Prackenbach in Richtung Viechtach. Am Steuer sitzt ein 41-jähriger Rettungssanitäter aus Wiesenfelden (Landkreis Straubing-Bogen), ferner sind im Auto seine beiden Schwestern und die Mutter. Die Familie wollte nach Wiesing, um am Sterberosenkranz für eine nahe Verwandte teilzunehmen.
Kurz nach der Abzweigung nach Hetzelsdorf, auf ansteigender, aber übersichtlicher Straße, kam der BMW-Fahrer aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen Klein-Lkw (Iveco), den ein 47-jähriger Handelsvertreter aus dem Landkreis Dillingen steuerte. Der Zusammenprall erfolgt mit solcher Wucht, dass sich der BMW um die eigene Achse dreht und in Fahrtrichtung Prackenbach stehen bleibt, während der Klein-Lkw von der Fahrbahn geschleudert wird.
Die Rettungskräfte haben Schwerstarbeit zu verrichten. Beide Fahrer sind hinter ihren Lenkrädern eingeklemmt und müssen mittels Spreizer und Rettungsschere befreit werden. Auch die drei Frauen im BMW können erst geborgen werden, nachdem Dach und Seitenteile abgetrennt worden sind. Das BRK Viechtach ist mit fünf Fahrzeugen und allen verfügbaren Kräften vor Ort und hat zudem Verstärkung aus Kötzting, Cham und Regen angefordert, von den alarmierten Feuerwehren kommen Viechtach und Prackenbach zum Einsatz.
Der schwerst verletzte BMW-Lenker wird mit dem Rettungshubschrauber nach Straubing geflogen, seine drei Beifahrerinnen kommen ins Kreiskrankenhaus nach Viechtach, der Lkw-Fahrer aus Dillingen wird ins Krankenhaus nach Kötzting transportiert. Übereinstimmende Meinung der Rettungskräfte: Nur in einem Auto mit diesem Sicherheitsstandard (unter anderem Airbags) hatten die Insassen eine Überlebenschance. Ein Sanitäter: "Der BMW hat ihnen das Leben gerettet."
Der Sachschaden ist enorm, in Anbetracht der Umstände des Unfalls aber auch zweitrangig. Beide Fahrzeuge haben nur noch Schrottwert, ihr Zeitwert wurde mit insgesamt 40 000 Euro angegeben.
Ausdrücklich gelobt wurde gestern von der Polizei die "vorbildliche Einsatzbereitschaft sämtlicher Rettungskräfte". Damit gemeint waren nicht nur die direkt am Unfallort arbeiteten Sanitäter und Feuerwehrleute, sondern auch die hundertprozentige Absicherung und anschließende Reinigung der Unfallstelle. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet, die B 85 zwischen Viechtach und Prackenbach war bis in die späten Abendstunden gesperrt.
Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Nicht ausgeschlossen wird, dass der BMW-Fahrer auf der Steigung überholen wollte und den entgegenkommenden Klein-Lkw völlig übersehen hat. Frage der Polizei: Wer kann dazu sachdienliche Angaben machen? Eine Vernehmung der Unfallbeteiligten war bis gestern Nachmittag noch nicht möglich.

Quellen: Text PNP

Bilder FF Prackenbach / KFV Regen

24.03.2003 Großbrand: Getränkemarkt wird ein Raub der Flammen

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Viechtach. Brandausbruch: 24.03.2003 gegen 23.30 Uhr, 12 eingesetzte Feuerwehren mit ca. 180 Mann, 3 Drehleitern Viechtach, Bodenmais, Kötzting, Brandausdehnung: Getränkemarkt, Lagerhalle, Garagentrakt, Fuhrpark der Brauerei sowie Rohrlager der Firma REHAU.

Schadenshöhe nicht bekannt. Polizei ermittelt.

Trotz der Explosion eines Gastanks konnte das Übergreifen der Flammen auf das unmittelbar angrenzende Wohnhaus sowie auf große Teile des Rohrlagers und auch die Unterstellmöglichkeiten der Wohnmobile verhindert werden.

 

Großbrand verwüstet das Brauereigelände

 

Feuer am Montagabend kurz vor 23 Uhr entdeckt - Schaden mindestens eine Million Euro - Brandursache unklar

 

Viechtach (hl). Bei einem Großbrand auf dem Betriebsgelände der Viechtacher Gesellschaftsbrauerei an der Bahnhofstraße ist am späten Montagabend ein Millionenschaden entstanden. Dem Feuer fielen unter anderem die Fahrzeughalle, der Getränkeabholmarkt, mehrere Fahrzeuge und rund 1000 Bierzeltgarnituren zum Opfer. Die Feuerwehren konnten durch ihren vorbildlichen Einsatz eine größere Katastrophe verhindern, die Mieter des unmittelbar angrenzenden Wohnhauses wurden rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Betroffen von dem Schadensfeuer war das gesamte Areal der ehemaligen Baufirma Treimer, das sich zwischen Brauerei und Bahndamm erstreckt und das seit über zehn Jahren an mehrere Nutzer verpachtet ist. Neben den Einrichtungen der Gesellschaftsbrauerei kamen auch die Unterstandshalle des Motorradsportclubs, zahlreiche Privatgaragen und ein Rohrlager der Firma REHAU zu Schaden.
Es war am Montag kurz vor 23 Uhr, als die Viechtacher durch die Feuersirenen aus ihrer nächtlichen Ruhe geschreckt wurden. Eine junge Frau, die im Treimer-Haus (ehemaliges Arbeitsamt) ihre Wohnung hat und von der Arbeit nach Hause kam, entdeckte das Feuer, dessen Entstehungsherd offensichtlich die Fahrzeughalle der Brauerei war. Lastwagen und Kühltransporter stehen derzeit aber im Freien, weil in der Halle die Bierzeltgarnituren für die neue Saison hergerichtet werden. "Letzte Woche hatten wir begonnen, Tische und Bänke abzuschleifen und neu zu lackieren - alle 1000 Garnituren sind verbrannt", schilderte gestern Vormittag der technische Betriebsleiter Manfred Augustin.
Er war es auch, der von der Brandentdeckerin nach Polizei und Feuerwehr als erster alarmiert wurde. "Ich war sofort da und hab' auch das Tor aufgesperrt, damit die Feuerwehren überhaupt rein konnten", erzählt er. Doch schon zu diesem Zeitpunkt stand die 25 Meter lange Halle voll unter Feuer, es gab nichts zu retten. Ein Raub der Flammen wurden darin auch die Dach- und Seitenplanen des großes Bierzeltes sowie der Bierpavillon, der vor einigen Jahren für 80 000 Mark angeschafft worden war.
Über meterhoch gestapelte Getränkekisten und das dahinter liegende Rohrlager der Firma REHAU fanden die Flammen genügend Nahrung, um auf den im rechten Winkel angrenzenden Getränkeabhol-markt überzugreifen. Und dann begann eine ganze Serie von Explosionen: Nahezu im Minutentakt wurden Kühlschränke und Propangasflaschen zerrissen und ließen in den Flammen eine neue dunkle Rauchwolke aufsteigen. "Das ist ja wie im Krieg in Bagdad", hörte man immer wieder aus den Reihen der vielen Zuschauer, die vom Radweg aus und auf der Bahnhofstraße das Inferno verfolgten. Höchste Alarmstufe herrschte dann für die Feuerwehren, als Gefahr bestand, dass das Feuer auf einen Tank mit 6 000 Liter Flüssiggas übergreift (siehe eigener Bericht). Mit massivem Wassereinsatz konnte das Schlimmste verhindert werden. Aber erst nach etwa zwei Stunden war die Einsatzleitung um Kommandant Walter Weihmann sicher, dass man den Brand unter Kontrolle hatte.
Bei Tageslicht offenbarte sich gestern Vormittag dann das ganze Ausmaß des Großbrandes: die eingestürzte Fahrzeughalle, der durchlöcherte Abholmarkt, die ausgebrannte Unterkunft des Motorradsportclubs, zersprungene Fenster der Lkw und Kühlwägen, ausgebrannte Autos in den Garagen unter dem Wohnhaus, Eisenreste von Tischen und Bierbänken, von der Hitze zerfressene Bier- und Getränkekisten, verschmorte Plastikrohre, und überall Scherben.
"Ich glaube, wir haben keinen einzigen Maßkrug mehr", meinte der Sprecher der Gesellschafter, Gastwirt Michael Bielmeier (Prackenbach), mit einem Anflug von Sarkasmus, als er gestern Vormittag die Brandstelle besichtigte. Fassungslos standen er und die Mitarbeiter der Brauerei im wahrsten Sinn des Wortes vor einem Scherbenhaufen. An die 3000 Maßkrüge sind ebenso vernichtet wie ein Teil der gut 10 000 Flaschen mit Bier und Getränken, die im Abholmarkt standen.
Noch in der Nacht waren Beamte der Kriminalpolizei Deggendorf an die Brandstelle gerufen worden, gestern Vormittag nahmen dann die Brandfahnder die Ermittlungen auf. "Ein riesiger Brandort! Wir müssen uns erst einen Überblick verschaffen, bevor wir ins Detail gehen können", meinte Sachbearbeiter Saller gegenüber dem Viechtacher Bayerwald-Boten. Gleichzeitig kündigte er an, dass man noch Gutachter des Landeskriminalamtes beiziehen werde. Frühestens in ein oder zwei Tagen werde man sagen können, was als Brandursache in Frage komme.
Überholt scheint inzwischen die erste Schätzung der Polizei, dass der Gesamtschaden zwischen 300 000 und 500 000 Euro liegt. Diese Summe dürfte allein schon den Schaden der Gesellschaftsbrauerei ausmachen. Hinzu kommen noch die beträchtlichen Schäden an den Garagen und Fahrzeugen der weiteren Mieter sowie die Verluste für den Motorradsportclub und die Firma REHAU.

Kommandant Weihmann: Ein extremer Brand

 

Fast 200 Feuerwehrleute im Einsatz - Alte Frau aus der Wohnung gerettet - Größte Gefahr durch Gastank

 

Viechtach (hl). "Es war ein extremer Ernstfall, aber wir haben das Menschenmögliche getan!" Der Viechtacher Feuerwehrkommandant Walter Weihmann steht noch deutlich unter dem Eindruck des Großeinsatzes wenige Stunden zuvor, als wir ihn gestern Vormittag zum nächtlichen Geschehen auf dem Brauereigelände befragen. Gleich an den Anfang stellt Walter Weihmann, der als Ortskommandant die Einsatzleitung inne hatte, die Anerkennung an alle Feuerwehrleute. "Wenn man bedenkt, dass wir das Wohnhaus retten konnten und bei der Sicherung des Flüssiggastanks höchste Gefahr bestand, darf man wohl von hervorragender Arbeit sprechen", meinte der Kommandant.
Weihmann ist sich dessen bewusst, dass der Brand "ganz schlimm" ausgehen hätte können. Und er denkt dabei zuerst an die alte, gehörgeschädigte Frau, die aus dem oberen Stockwerk des Treimer-Wohnhauses gerettet wurde. Sofort nach Eintreffen der Viechtacher Wehr am Brandort stürmten Atemschutzträger in ihre Wohnung und brachten die Frau in Sicherheit. Die übrigen drei Mietsparteien hatten das Haus schon verlassen, von einer jungen Frau aus diesem Haus war das Feuer auch entdeckt worden.
Trotz der unmittelbar daneben lichterloh brennenden Fahrzeughalle blieb das Haus weitgehend unversehrt, so dass die Leute noch in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Dies sei "dem massiven Wassereinsatz" zu verdanken gewesen, erläutert Kommandant Weihmann. So seien vom Schwarzen Regen her insgesamt sechs B-Leitungen aufgebaut worden, wobei der Schlauchwagen der FFW Ruhmannsfelden eine große Hilfe bedeutete.
Insgesamt waren fast 200 Löschkräfte von 13 Feuerwehren (Viechtach, Schlatzendorf, Blossersberg, Pirka, Wiesing, Kollnburg, Prackenbach, Tresdorf, Ruhmannsfelden, Linden, Bodenmais, Kötzting und Regen) im Einsatz; hinzu kamen die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung und das Rote Kreuz. Vor Ort waren auch Kreisbrandrat Hermann Keilhofer, KBI Peter Altmann und Kreisbrandmeister Adolf Bielmeier.
Sehr schnell war der Einsatzleitung aber auch klar geworden, dass man mehr als nur die eigene Drehleiter braucht, um den Brand von oben zu bekämpfen und vor allem die dahinterliegenden Gebäude mit über 20 Garagen (viele Viechtacher überwintern dort zum Beispiel ihre Wohnwägen) und das Rohrlager der Firma REHAU zu sichern. Deshalb wurden die Drehleitern der Feuerwehren Bodenmais und Kötzting angefordert, deren Mannschaften sich mit anderen Feuerwehrleuten hervorragend ergänzten.
Dramatisch wurde es, als der oberirdische Flüssiggastank mit 6000 Liter Inhalt in Gefahr geriet. Über das Überdruckventil konnte zwar genügend Gas entweichen, dennoch bestand "riesige Explosionsgefahr und damit auch höchste Bedrohung für unsere Leute", berichtet Weihmann. Durch massiven Wassereinsatz habe der Tank aber ausreichend gekühlt werden können. Gegen 2 Uhr früh wurde dann eine Spezialfirma aus Passau angefordert, die in den frühen Morgenstunden den Gastank entleerte.

Feuer in der Brauerei: Rätseln über die Brandursache

Viechtach (hl). Auch zwei Tage nach dem verheerenden Feuer auf dem Betriebsgelände der Viechtacher Brauerei gibt die Brandursache weiterhin Rätsel auf. "Aufgrund des teilweise großen Zerstörungsgrades gibt es noch keinerlei Hinweise auf irgendwelche Brandursachen, die Ermittlungen laufen in alle Richtungen", bestätigte gestern der Pressesprecher der Polizeidirektion Straubing, Klaus Pickel.
Nachdem sich die Brandfahnder der Kriminalpolizei Deggendorf am Dienstag einen ersten Überblick über die Brandstelle verschafft hatten, nahm gestern Vormittag ein Experte des Landeskriminalamtes die Überreste der Brandnacht unter die Lupe. Über eventuelle Erkenntnisse wollte er sich noch nicht äußern.
Auch die Aufräumungsarbeiten auf dem Betriebsgelände konnten noch nicht begonnen werden, weil nach der Kriminalpolizei jetzt noch die Versicherungen kommen: Sie wollen sich vor Ort einen Überblick über den entstandenen Schaden und die daraus resultierenden Forderungen verschaffen. Bislang spricht nichts dagegen, dass die Schätzung von "bis zu einer Million Euro" Sachschaden richtig ist.
Wie bereits ausführlich berichtet, war am Montagabend auf dem Betriebsgelände der Gesellschaftsbrauerei an der Bahnhofstraße ein Feuer ausgebrochen, dem unter anderem Fahrzeughalle, Getränkemarkt, Bierpavillon und Brauereizubehör zum Opfer fielen. Außerdem brannten im angrenzenden Wohnhaus die Garagen samt Autos aus und wurden die Unterstellhalle des Motorradsportclubs sowie ein Rohrlager vernichtet.
Inzwischen hat die Polizei bei der Aufklärung der Brandursache um Mithilfe der Bevölkerung gebeten. Wer ist am Montagabend ab etwa 22 Uhr am Brauereigelände vorbei gekommen und kann Angaben über die Entstehung des Feuers machen? Hinweise an die Kripo Deggendorf, Telefon 0991/3896-0.
Im Bild die abgebrannte Fahrzeughalle mit den beschädigten Fahrzeugen und Getränkevorräten im Hintergrund.

Quellen:    Text und Fotos:    KFV Regen, PNP

20.02.2003 An der B 85 Vorfahrt nicht beachtet - tot

 

Nach Unfall an der REHAU-Einmündung: 38-Jährige erliegt ihren Verletzungen

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Viechtach (hl). Tödlicher Unfall gestern früh an der B 85 in Viechtach: Nach dem Zusammenstoß mit einem anderen Pkw an der REHAU-Einmündung erlag die 38-jährige Hausfrau und Mutter Martina Fuchs aus Kollnburg ihren schweren Verletzungen. Der folgenschwere Unfall ereignete sich gestern früh gegen 5.40 Uhr. Martina Fuchs aus Kollnburg hatte - wie schon so oft zuvor - ihren Sohn zur Arbeit nach Viechtach gefahren und befand sich mit ihrem Subaru Kombi auf dem Heimweg.
An der Einmündung der Staatsstraße 2139 in die B 85, auf Höhe des REHAU-Werkes, wollte sie nach links einbiegen. Warum sie in die vorfahrtberechtigte Bundesstraße einfuhr, ohne auf den Verkehr zu achten, wird wohl nie geklärt werden können. Fest steht nur, dass zu der Zeit Nebel die Sicht deutlich beeinträchtigte.
Ein 28-jähriger Kötztinger, der mit seinem Audi aus Richtung Patersdorf kam und nach Cham unterwegs war, hatte jedenfalls keine Chance mehr, einen Zusammenstoß zu verhindern. Wie er später gegenüber der Polizei aussagte, sei der andere Pkw unmittelbar vor ihm in die B 85 eingebogen. Der Audi prallte mit voller Wucht in die linke Breitseite des Subaru und schleuderte ihn etwa 30 Meter nach vorne. Dieser kam auf der gegenüberliegenden Seite in dem mit Schnee gefüllten Straßengraben zum Stehen, der Audi blieb auf der Fahrbahn.
Die Subaru-Fahrerin war im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der FFW Viechtach mit der Rettungsschere befreit werden. Obwohl Notarzt und Sanitäter sofort zur Stelle waren und die Schwerverletzte danach ins nahe Kreiskrankenhaus transportiert wurde, gab es für Martina Fuchs keine Rettung mehr: Kurz nach 7 Uhr erlag sie ihren Verletzungen.
Die Feuerwehrleute, die über zwei Stunden bei eisiger Kälte den Verkehr regelten, waren fassungslos, als sie vom tragischen Ausgang des Unfalls erfuhren. "Es ist kaum zu glauben. Oft waren Autos, aus denen wir eingeklemmte Personen befreit haben, viel schlimmer demoliert und die Insassen haben überlebt; es muss ein ganz unglücklicher Aufprall gewesen sein", meinte Kommandant Walter Weihmann.
Der Audi-Fahrer aus Kötzting blieb so gut wie unverletzt. Er konnte von der Polizei noch am Unfallort vernommen werden.
Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Deggendorf wurde ein Gutachter angefordert, der Unfallstelle und Fahrzeuge unter die Lupe nahm. Im Umkreis von rund 50 Metern war die Fahrbahn mit Autoteilen übersäht. Bis gestern Nachmittag gab es keinerlei Hinweise, dass ein technischer Defekt an den Autos oder überhöhte Geschwindigkeit zum Unfall beigetragen haben könnten. Es ist davon auszugehen, dass Missachtung der Vorfahrt alleinige Ursache war.Um Martina Fuchs trauern der Gatte und die beiden Söhne, 16 und 14 Jahre alt.
Nur der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass an beiden Fahrzeugen Totalschaden entstand, der auf insgesamt 20 000 Euro geschätzt wurde.

 

Quellen:    Text:    PNP

Fotos: FF Prackenbach

08.02.2003 Baum überbrückt Leitung:
Brand im verschneiten Wald

Viechtach/Prackenbach (hl). Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden die Feuerwehren am Samstagabend in der Gemeinde Prackenbach gerufen: Im Bereich einer Hochspannungsleitung war mitten im verschneiten Wald ein Brand entstanden.
Am Samstagabend wurde die Polizeiinspektion Viechtach verständigt, dass es im Wald bei Zeitlau (Gemeinde Prackenbach) brennt; die Brandstelle war von Nößling aus, wo es kurz zuvor zu einem Stromausfall gekommen war, gut sichtbar.
Es stellte sich heraus, dass sich ein Baum im Bereich der dortigen Hochspannungsleitung unter der Schneelast derart gebogen hatte, dass die Stromleitungen überbrückt wurden und dadurch in Brand gerieten. Da aber tiefer Schnee lag, konnte sich das Feuer nicht ausbreiten. Wegen der Hochspannungsleitung mussten die eingesetzten Feuerwehren Prackenbach und Moosbach besonders vorsichtig zu Werke gehen. Ein Mitarbeiter des Energieunternehmens sicherte die Gefahrenstelle ab. Vorsorglich wurden auch benachbarte Bäume, die sich bedenklich über die Kreisstraße geneigt hatten, beseitigt.

Quellen:    Text:    PNP

24.01.2003 Lkw-Schlauch platzte:
Öl floss in den Bach

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Prackenbach (hl). Wegen einer Gewässerverunreinigung mussten die Behörden übers Wochenende vorsorglich Sicherheitsmaßnahmen einleiten. Ursache: Motorenöl war in einen Bach gelangt.
Am Freitagfrüh, so meldet die Polizei, war der Lkw der Müllabfuhr in Prackenbach unterwegs. In der Ringstraße riss plötzlich der Hydraulikschlauch des Fahrzeugs und einige Liter Öl liefen auf die regennasse Fahrbahn. Die Freiwillige Feuerwehr Prackenbach leistete mit Ölbindemitteln schnellste Hilfe, konnte aber nicht mehr verhindern, dass Öl in den nahen Reiserbach gelangte, der nach etwa 50 Metern in den Prackenbach mündet. In beiden Bächen wurden vorsorglich Ölsperren errichtet.
Umgehend wurde auch der zuständige Sachbearbeiter des Landratsamtes Regen eingeschaltet. Die entnommenen Wasserproben wurde zur Auswertung an das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf eingesandt. Nach bisherigen Erkenntnissen dürften die Gewässer nicht nachhaltig geschädigt sein, ein Fischsterben ist nicht zu erwarten.

Quellen:    Text:    PNP

Bilder:   FF Prackenbach

17.01.2003 Schwerer Verkehrsunfall auf der B 85 Ehepaar aus Prackenbach verletzt...

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Schwerer Verkehrsunfall auf der B 85 Ehepaar aus Prackenbach verletzt

Wehrpflichtiger aus dem Raum Leipzig überholte trotz Gegenverkehr

Miltach/Prackenbach (gsc). Bei einem Verkehrsunfall auf der B 85 zwischen Voggenzell und Miltach haben sich sieben Menschen zum Teil schwere Verletzungen zugezogen. Wegen der Aufräumarbeiten war die Bundesstraße für knapp zwei Stunden total gesperrt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizeiinspektion Kötzting war ein Auto mit fünf Wehrpflichtigen um die Mittagszeit von der Bayerwaldkaserne in Regen nach Hause in den Raum Leipzig unterwegs. Rund einen Kilometer nach der Grenze zum Landkreis Cham wollte der junge Fahrer einen Laster und ein Auto mit Anhänger überholen. Dabei übersah er offensichtlich den entgegenkommenden Ford Sierra eines Ehepaares aus der Gemeinde Prackenbach.
Die 32-jährige Fahrerin hatte offenbar keine Chance auszuweichen; auf Höhe der Unfallstelle behindert eine Fichtenschonung neben der Straße die Sicht. Es kam zum Frontalzusammenstoß.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der VW Jetta der Wehrpflichtigen nach links von der Fahrbahn geschleudert. Das Auto rutschte die an dieser Stelle steile Böschung hinab, wo es rund fünf Meter neben der Fahrbahn an der Fichtenschonung völlig demoliert liegen blieb.
Nach Angaben der Polizei zog sich die Frau aus der Gemeinde Prackenbach schwere Verletzungen zu. Ihr 36-jähriger Ehemann auf dem Beifahrersitz kam mit mittleren Verletzungen davon. Im Auto der Wehrpflichtigen verletzte sich der Fahrer leicht, die übrigen vier Fahrzeuginsassen zogen sich schwere Verletzungen zu.
Für die Dauer der Aufräumarbeiten musste die Bundesstraße 85 zwischen 12 und 14 Uhr total gesperrt werden.

Weiteres können Sie auf der Hompage der Feuerwehr Prackenbach, sowie der Kreisbrandinspektion Kötzting, die uns freundlicherweise die Bilder zur Verfügung gestellt haben, einsehen

Quellen:    Text:    PNP

Fotos: FF Prackenbach

 

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