24.12.2007 Nach der Mette Haus verraucht

 

 

Funke setzt zum Nachschüren bereit gelegtes Holz in Flammen

  

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Prackenbach
. Bei einem tüchtigen Schrecken geblieben ist es an Heiligabend für eine Familie im Gemeindebereich Prackenbach.
Bevor alle gegen 15.30 Uhr zur Kinderchristmette fuhren, legte die Mutter noch Holz und Kohle in den Kachelofen im Keller, damit das Haus bei der Rückkehr schön warm ist. Als die Familie gegen 18 Uhr wieder nach Hause kam, war das gesamte Haus stark verraucht. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Nachdem das Haus betreten werden konnte, stellte sich heraus, dass ein kleinerer Holzstoß, der in der Nähe des Kachelofens zum Nachschüren bereitgelegt wurde, abgebrannt war. Offenbar flogen beim letzten Nachschüren Funken in diesen Holzstoß. Nach Einschätzung der Polizei hatte die Familie Glück im Unglück, da das Feuer nicht auf weitere Holzvorräte übergriff, welche ebenfalls im Keller gelagert waren. Bei dem Brand entstand im Keller Rußschaden, ein Schaden am Gebäude war zunächst nicht erkennbar.

 

Quellen:    Text:      PNP

Bilder  FF Prackenbach

 

11.11.2007 Schneebruch forderte die Feuerwehren

 

Umgestürzte Bäume blockierten viele Straßen ? Bis zu 20 Zentimeter Schnee innerhalb weniger Stunden

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Viechtach/Landkreis. An einen solch frühen, massiven Wintereinsatz können sich selbst altgediente Aktive kaum erinnern: Der starke Schneefall bescherte vielen Feuerwehren im oberen Landkreisgebiet am Wochenende ständige Alarmbereitschaft und viele Einsätze. Mancherorts waren innerhalb weniger Stunden bis zu 20 Zentimeter Schnee gefallen. Vor allem in der Nacht zum gestrigen Sonntag wurden die Feuerwehrleute immer wieder alarmiert, da der schwere nasse Schnee Bäume umgedrückt hatte und Straßen dadurch blockiert waren. Besonders betroffen waren das gesamte Zellertal von Eck bis Bodenmais, aber auch die durch Waldgebiete führenden Straßen in Richtung Teisnach, St. Englmar und Deggendorf. Noch verschärft wurde die Situation, als am Sonntag starker Regen einsetzte und die Schneelast auf den Bäumen zentnerschwer wurde. So kam es am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag im gesamten Bereich der Polizeiinspektion Viechtach immer wieder zu Verkehrsbehinderungen durch starken Schneefall und umgestürzte Bäume. Die Schneeräumdienste der Gemeinden und sämtliche Fahrzeuge der Straßenmeisterei waren ständig im Einsatz, um die Durchgangsstraßen frei zu halten. Auf Grund der Vielzahl von umgestürzten Bäumen und blockierter Gemeindestraßen mussten immer wieder auch Feuerwehren alarmiert werden, unter anderem in Prackenbach, Kollnburg, Wiesing, Schönau und Arnbruck. Besonders betroffen war die Bereiche Drachselsried, Oberried, Asbach und Böbrach, wo die Feuerwehren mehrfach ausrücken mussten. Durch umgestürzte Bäume wurden auch drei Telefonleitungen zu allein stehenden Anwesen abgerissen. Vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht wurden besonders die Autofahrer, die aus der Donauebene, wo es nur regnete, in Richtung Bayerischer Wald unterwegs waren. So war die B 11 am Samstag zwischen 14 und 16 Uhr im Bereich Hochbühl teilweise sogar blockiert und es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen. An einem Lastzug, der von Deggendorf nach Gotteszell unterwegs war, waren die Schneeketten gerissen, so dass dieser auf der schneebedeckten Fahrbahn liegen blieb und sich ein kilometerlanger Rückstau bildete. Die Polizei regelte den Verkehr, bis der Lastzug wieder weiterfahren konnte, nachdem der Schneepflug geräumt und gestreut hatte.

 

Quellen:    Text:      PNP

Fotos:    KFV Regen

28.10.2007 Großalarm nach Brand in der Düngerhalle

          

Lagerhalle der BayWa am Sonntagfrüh restlos ausgebrannt - Giftige Gase: Rundfunk-Warnung an die Anwohner

   

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Viechtach. Großalarm am frühen Sonntagmorgen in Viechtach: Auf dem BayWa-Gelände an der B 85 hat ein Feuer die neu erbaute Lagerhalle mit Düngemitteln vernichtet.
Da beim Brand von Düngemitteln gesundheitsschädliche Gase freigesetzt werden, wurde die Bevölkerung über Rundfunk aufgerufen, die Fenster geschlossen zu halten. Dies war eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn wie die laufenden Messungen ergaben, wurden die Grenzwerte zu keiner Zeit überschritten. Der Brand machte einen massiven Feuerwehreinsatz notwendig, der Sachschaden wurde gestern Mittag auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.
Schon einmal wurde die Düngerhalle der BayWa ein Raub der Flammen: am 28. Juni 2001 brannte an gleicher Stelle die Lagerhalle mit Düngemitteln aus, eine Brandursache konnte damals nicht ermittelt werden.
Das Düngemittellager der BayWa AG in der Flurstraße befindet sich auf dem rückwärtigen Firmengelände hinter der großen Lagerhalle, zur Bundesstraße B 85 hin durch Bäume und Sträucher abgeschirmt. Am frühen Sonntagmorgen, kurz nach fünf Uhr, entdeckten Anwohner das Feuer und verständigten sofort die Polizei. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehren stand die 30 mal 15 Meter große Halle in hellen Flammen, im ganzen Umfeld machte sich beißender Rauch breit.
     


Gut 400 Tonnen

In der Halle waren nach ersten Erkenntnissen gut 400 Tonnen Kunstdünger gelagert, in erster Linie Branntkalk, Phosphor-Dünger, Kalkamonsalpeter und MP-Dünger. Durch Feuer werden in diesen Düngemitteln chemische Prozesse ausgelöst, die das gefährliche Kaliumnitrat entstehen lassen.
Die wirksamste Bekämpfung ist der Einsatz von Wasser, das den anrückenden Feuerwehren durch ihre Tanklöschfahrzeuge und die nahen Hydranten vom Schulzentrum und Schlatzendorf genügend zur Verfügung stand. Beim Löschen gab es immer wieder explosionsartige Reaktionen, vom Brandort stiegen gewaltige Rauchwolken auf. Gegen 6.30 Uhr war der Brand weitgehend unter Kontrolle, ein Übergreifen auf die große BayWa-Halle konnte verhindert werden.
    


Ständig Messungen

Die auf Gefahrgutunfälle spezialisierten Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Kreisbrandmeister Josef Bauer (Drachselsried) kontrollierten von Anfang die Brandentwicklung durch ständige Messungen der Schadstoffe. Obwohl die Grenzwerte für eine Gesundheitsgefährdung noch deutlich unterschritten waren, wurde vorsorglich eine Warnung an die Bevölkerung herausgegeben. Die erste Meldung über Rundfunk kam um 6 Uhr früh. Diese Warnung wurde nach dem Abschluss der Löscharbeiten um 12.30 Uhr aufgehoben. „Eine Gefährdung der Anwohner hat zu keiner Zeit bestanden“, bestätigte ein Polizeisprecher.
Der umfangreiche Feuerwehreinsatz wurde von Kreisbrandrat Hermann Keilhofer (Regen) geleitet, tatkräftig unterstützt von Kreisinspektor Peter Altmann, dem Viechtacher Kommandanten Bernhard Hacker und Thomas Penzkofer von der UG-ÖeL.
Vor Ort waren knapp 150 Einsatzkräfte von den Feuerwehren Viechtach, Schlatzendorf, Wiesing, Blossersberg, Pirka, Tresdorf, Kollnburg, Kirchaitnach, Teisnach, Ruhmannsfelden und Regen. Vor allem die Leute „an der Front“ hatten Schwerstarbeit zu leisten, die Atemschutzträger waren im Nu durchgeschwitzt und wurden immer wieder durch neue Kräfte abgelöst.
    


Versorgung durch BRK

Wie immer in solchen Katastrophenfällen war auch das Rote Kreuz eingesetzt. Nach Angaben von BRK-Einsatzleiter Franz Lobmeier war die BRK-Bereitschaft Viechtach mit zwei Rettungswägen und einem Notarzt vor Ort. Zusätzlich wurde die Schnelleinsatzgruppe zur Versorgung der Feuerwehrleute alarmiert. Vor allem für die schwer beanspruchten Atemschutzträger wurden aus der Küche des Kreiskrankenhauses warme Getränke organisiert, die Unterstützung des Küchenpersonals bis in den späten Vormittag hinein sei vorbildlich gewesen, berichtete Lobmeier.
Noch im Morgengrauen rückten dann die ersten Entsorgungsfahrzeuge an. Es galt, die teils noch glimmenden Düngemittel als Sondermüll zu entsorgen und auch das aufgefangene, schäumende Löschwasser in die Kläranlage zu transportieren. Alle vom Einsatzort kommenden Feuerwehrleute wurden vom ABC-Einsatztrupp der Feuerwehr durch ein Fußbad geschleust und desinfiziert.
Nachdem die Lagerhalle neu gebaut war und auch die Lagermenge wesentlich größer war als beim Brand vor sechs Jahren, ist auch der Schaden weitaus höher als damals. Belief sich 2001 der Gesamtschaden auf rund 250 000 DM (!), so schätzen Experten den jetzigen Schaden auf rund 500 000 Euro.
Über die Brandursache gab es bis gestern Nachmittag keine zuverlässigen Erkenntnisse. Da ein technischer Defekt oder Selbstentzündung in dem allein stehenden Gebäude nahezu ausgeschlossen werden kann, geht „die Überlegung in Richtung Brandstiftung“, sagte ein Polizeisprecher. Angeblich ist beim Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeugs „eine dunkle Gestalt“ davongelaufen. Die Kripo Deggendorf hat die Ermittlungen übernommen.

   

Quellen:    Text:      PNP

                 Fotos:    KFV Regen

05.06.2007 Ausgewichen: Laster landet im Graben

    

Bundesstraße wegen aufwändiger Bergung total gesperrt ? Polizei sucht weitere Unfall-Beteiligte

  

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Prackenbach (vbb/gsc). Der Sachschaden ist gering und die Umstände sind noch nicht völlig geklärt: Zur Bergung eines Sattelzuges war die Bundesstraße 85 am Dienstagabend total gesperrt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war kurz nach 19 Uhr ein 37-jähriger Tscheche mit seinem Sattelzug auf der B 85 von Cham kommend in Richtung Viechtach unterwegs. Nachdem er die Kreuzung bei Prackenbach passiert hatte, bog seinen Angaben nach von links aus der Ortsmitte Prackenbach ein Motorradfahrer in die B 85 ein und überholte sogleich den Sattelzug. Gleichzeitig kam aus Richtung Viechtach ein Pkw entgegen, dessen Fahrer sich auf der Linksabbiegerspur eingeordnet hatte, weil er offenbar nach links in Richtung  Hagengrub abbiegen wollte.

    

20 Tonnen Leimbinder geladen

    

Um einen Frontalzusammenstoß zwischen dem Motorradfahrer und dem abbiegenden Auto zu vermeiden, zog der Tscheche seinen Sattelzug nach rechts und kam dabei mit den Rädern der rechten Fahrzeugseite ins Bankett. Weil dieses nach einem starken Gewitterregen aufgeweicht war, blieb der Sattelzug stecken, geriet in Schieflage und drohte umzukippen. Der Sattelauflieger war mit 20 Tonnen Leimbinder beladen,  welche für eine Firma aus dem Landkreis Regen bestimmt waren. Für die Bergung des Sattelzuges musste ein Kranwagen angefordert werden. Es bestand immer die Gefahr, dass der Sattelzug umkippte und die Ladung im Wert von cirka 35 000 Euro beschädigt wird. Die Bundesstraße 85 musste für etwa zwei Stunden für den Verkehr komplett gesperrt werden. Erst gegen 23.45 Uhr war diese wieder frei befahrbar. Die FFW Prackenbach leitete dabei den Verkehr um und leuchtete die Unfallstelle aus. Schließlich blieben der Sattelzug sowie dessen Ladung unbeschädigt. Der Schaden für die Straßenmeisterei Viechtach beträgt rund 500 Euro. Die Polizei ist jetzt auf der Suche nach dem Motorradfahrer, der seine Fahrt ohne  anzuhalten fortsetzte. Angeblich war sein Motorrad rot und sein Schutzhelm schwarz. Auch der Fahrer des abbiegenden Pkw ist bislang nicht bekannt. Die Fahrer und weitere Zeugen sollten sich mit der Polizei in Viechtach in Verbindung setzen.

                                          

Quellen:    Text:      PNP

                 Fotos:    PNP

17.04.2007 Brand in unbewohntem Haus

    

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Voggenzell (gsc). Über ein halbes Dutzend Feuerwehren wurde gestern Nachmittag nach Voggenzell (Gde. Prackenbach) gerufen. Ein seit etwa fünf Jahren nicht mehr bewohntes Haus, das am Richtung Eismannsberg gelegenen Ortsausgang etwas abseits in einer Baumgruppe steht, war in Brand geraten.
Nach einer ersten Mitteilung der Polizei am Brandort war das Feuer gegen 16.30 Uhr im ersten Stock des Gebäudes entdeckt worden. Aufgrund Alarmstufe drei rückten nach Angaben der Feuerwehr neben den Wehren aus Moosbach, Prackenbach, Ruhmannsdorf, Viechtach und Kollnburg mit Eismannsberg, Miltach und Altrandsberg auch Kameraden aus dem unmittelbar angrenzenden Landkreis Cham an die Brandstelle aus. Als sie vor Ort eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des Gebäudes.
Zur Brandursache konnte die Polizei gestern zunächst noch keine Angaben machen. Laut Zeugenaussagen waren Fenster eingeworfen, außerdem war die Eingangstüre unversperrt. Spezialisten der Kripo Deggendorf nahmen gestern Abend noch die Ermittlungen auf.
Nach vorsichtigen Schätzungen dürfte sich der Sachschaden auf mindestens 50 000 Euro belaufen.

   

   

   

Kinder setzten das Haus in Flammen
    
Ausgebranntes Gebäude vermutlich nicht mehr zu reparieren

      

Voggenzell (gsc). Ein rotweißes Absperrband sicherte gestern das Gelände rund um das ausgebrannte Haus in Voggenzell (Gde. Prackenbach). Am Dienstagabend war es durch ein Feuer so schwer beschädigt worden, dass es laut Polizei vermutlich abgerissen werden muss.
Noch am Abend hatten Brandfahnder der Kriminalpolizeistation Deggendorf die Ermittlungen aufgenommen. Sie stellten fest, dass spielende Kinder das Feuer verursacht hatten. Zwei Buben und ein Mädchen hatten mit einem Feuerzeug gezündelt, dabei gerieten die Flammen außer Kontrolle. Nach Angaben eines Polizei-Sprechers sind die Kinder unter 14 Jahre alt, können also strafrechtlich nicht belangt werden.
Der Feuerwehr-Pressesprecher, Kreisbrandmeister Johann Achatz, appellierte gestern an alle Eltern, ihre Kinder auf die Gefahren beim Umgang mit Feuer hinzuweisen. Durch Angebote zur Brandschutzerziehung an Kindergärten und Schulen würden die Feuerwehren ihren Anteil dazu leisten.
Weit mehr als 100 Feuerwehrleute waren am Dienstag zu dem Brand in dem allein stehenden Anwesen angerückt. Auch dieses Großaufgebot konnte den wirtschaftlichen Totalschaden, den die Polizei gestern auf 80 000 Euro nach oben korrigierte, nicht verhindern. Lediglich die angebaute Scheune des seit drei Jahren unbewohnten Gebäudes, das einer 61-jährigen Viechtacherin gehört, blieb weitgehend unbeschädigt.

                   

Quellen:    Text:      PNP

                  Fotos:    KFV Regen

05.04.2007 Holzhütte in Flammen

      

Prackenbach. Am Donnerstagmittag, gegen 12.15 Uhr, brach in einer Holzhütte in Grub (Gemeinde Prackenbach) aus bislang ungeklärter Ursache ein Brand aus. Das ehemalige Bienenhaus (fünf Meter mal drei Meter) brannte vollständig nieder. Die Feuerwehren Prackenbach, Moosbach und Ruhmannsdorf konnten ein Übergreifen des Feuers auf das anliegende Garagengebäude verhindern. Geschädigt ist ein 45-jähriger Mann aus der Gemeinde Prackenbach. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 500 Euro.

         

Quellen:    Text:      PNP

16.03.2007 Im Nu stand der Stadel in Flammen
       

Feuerwehren halten Schaden am Gasthaus Stoaberg in Grenzen - Brandursache unklar

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Viechtach/Stoaberg (edi). Die Scheune des Gasthauses Stoaberg im Viechtacher Stadtteil Pirka ist am späten Freitagabend vollständig abgebrannt. Ein Übergreifen auf das angrenzende Wohnhaus konnte von den insgesamt elf anwesenden Feuerwehren weitgehend verhindert werden.
Das Feuer in der im Westen angebauten Scheune wurde von Gästen der Wirtschaft gegen 21 Uhr bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt waren nach Polizeiangaben rund 40 Personen in der Gaststätte.
Der erste Versuch eines Gastes, den Flammen mit einem Feuerlöscher Herr zu werden, scheiterte. Auch die zunächst alarmierten Feuerwehren Viechtach, Blossersberg und Pirka konnten den Stadel nicht mehr retten. Die Löscharbeiten konzentrierten sich deshalb bald auf das angrenzende Wohngebäude. Dazu wurden die Wehren aus Wiesing. Schönau, Schlatzendorf, Tresdorf, Kollnburg, Wettzell, Kötzting und Ruhmannsfelden nachalarmiert. Mehr als 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz, wobei die Löschwasserversorgung zunächst problematisch war. Der für solche Fälle ideale nahe gelegene Badeweiher der Gastwirtsfamilie war nämlich wie im Frühjahr üblich vollständig abgelassen. Ein Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen wurde eingerichtet, außerdem ein kleiner Bachlauf angestaut, um das nötige Wasser entnehmen zu können. Schließlich wurde auch noch eine Schlauchleitung zur fast zwei Kilometer entfernten Zisterne im Weiler Stein gelegt.
Wie tags darauf deutlich wurde, wurden im Wohnhaus durch den Brand mehrere Zimmer im Dachgeschoss in Mitleidenschaft gezogen. Teile des Dachstuhles sind außerdem zerstört.
Die Gäste konnten alle rechtzeitig unverletzt den Brandort verlassen, die Besitzerin Elfriede Fischl wurde aber mit Verdacht auf Schock und Brandvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Auch am Samstag stand die Familie noch unter Schock. „Gut, dass die Feuerwehr so schnell da war, sonst wäre alles noch viel schlimmer ausgegangen“, waren die noch sichtlich mitgenommene Gastwirtin und ihre Tochter am Samstag überzeugt. In der Scheune waren verschiedene Geräte und Werkzeuge, sowie Brennholz gelagert. Der Schaden wird von der Polizei nach ersten Schätzungen mit rund 50 000 Euro angegeben. Ob diese Summe angesichts des Schadens am Wohnhaus reichen wird, erschien gestern noch fraglich. Erkenntnisse über die Brandursache lagen der Polizei bis gestern noch nicht vor.

 

Quellen:    Text:      PNP

                  Fotos:    KFV Regen

 

 

18.01.2007 Umgestürzte Bäume, eine fliegende Toilette und ängstliche Esel
        

Sturmtief „Kyrill“ wütet auch im Altlandkreis Viechtach - Feuerwehren rund um die Uhr im Einsatz - Hoher Sachschaden und ein leicht Verletzter

         

Viechtach (eik). Mit Windgeschwindigkeiten von fast 130 Kilometern pro Stunde fegte das Orkantief „Kyrill“ über den Altlandkreis Viechtach hinweg und bescherte den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr eine schlaflose Nacht im Dauereinsatz. Trotz der enormen zerstörerischen Kraft des Sturms waren „keine gravierenden Schäden zu verzeichnen“, sagt der Viechtacher Polizei-Vize Josef Brunner. Zwar seien massenweise Bäume umgestürzt und die Arbeit entsprechend immens gewesen, erklärt der örtliche Feuerwehr-Vorstand Walter Weihmann, aber „wir sind noch einmal glimpflich davon gekommen“. Wohl auch, weil bei den extremen Winden niemand ernsthaft verletzt wurde.
Um 18.10 Uhr am Donnerstag rückte die Viechtacher Feuerwehr zum ersten Mal aus, um einen umgestürzten Baum von der Staatsstraße 2326 in Richtung Arnbruck zu räumen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Sturm noch nicht einmal seine ganze Kraft entfaltet. Es folgten Dutzende weiterer Bäume. „Wir haben mit aller Macht versucht, die Hauptverkehrsader B85 freizuhalten“, erklärt Feuerwehr-Pressesprecher KBM Johann Achatz, was abgesehen von kurzzeitigen Sperrungen bei Fernsdorf und Prackenbach auch gelang. Bei anderen Straßen kamen sie mit dem Räumen allerdings nicht mehr hinterher, so dass beispielsweise die Staatsstraße 2326 zwischen Viechtach und Arnbruck und weiter nach Arrach bis gestern Morgen gesperrt werden musste.
Dies war auch nötig, weil die Feuerwehrkommandanten zwischenzeitig entschieden hatten, dass zum Schutz der eigenen Leute die Arbeiten an bestimmten Straßenabschnitten eingestellt werden. „Während die Kollegen in die Hafnerhöhe zu einem umgestürzten Baum ausgerückt sind, ist ihnen ein weiterer Baum praktisch vor die Fuße gefallen“, berichtet Weihmann. Herabfallende Äste und entwurzelte Bäume beschädigten in Viechtach einige Fahrzeuge und Gebäude: Das Dach eines geparkten Opels wurde eingedrückt und ein beim Bahnhof abgestellter Ladewagen wurde von einem abgerissenen Ast vollkommen zerstört.
Drei Bäume stürzten in Gebäude, verursachten aber keine größeren Schäden. Leichtes Spiel hatte der Wind anscheinend mit einem kleinen Gartenhäuschen, das in der Nähe der Baywa in Viechtach stand. Es wurde angehoben und landete völlig zerstört auf einer angrenzenden Straße. Ein ähnlich kurioses Flugobjekt wurde in Rechertsried gesichtet: Eine Baustellentoilette, ein Dixie-Klo, flog auf die Straße in Richtung Kollnburg. Beim Pfahlhotel am Viechtacher Freibad wurde das Gatter eines Streichelzoos weggerissen, zwei Esel mussten von der Feuerwehr wieder eingefangen werden. „Die Tiere waren total verängstigt“, berichtet Walter Weihmann, „ich hab sie dann ein wenig zur Beruhigung gestreichelt und dann wurden sie an die Besitzer übergeben.“
Zwar ereigneten sich einige kleinere Verkehrsunfälle, Josef Brunner von der Polizei Viechtach konnte aber vermelden, dass es durch unmittelbare Einwirkung des Sturms keine Verletzten gegeben habe. Brunner: „Aber am Freitagmorgen versuchte im Zellertal ein Mann die gelösten Dachziegel auf seinem Haus wieder anzubringen und stürzte dabei ab; nur weil er bei dem Sturz aus 5,50 Metern Höhe von einem großen Brett abgefangen wurde, erlitt er keine tödlichen Verletzungen. Er hat wahnsinniges Glück gehabt.“
Die beiden Viechtacher Kommandanten Bernhard Hacker und Thomas Penzkofer konnten am Freitagnachmittag nach einem 24-stündigen Dienst vermelden, dass die gröbsten Sturmschäden beseitigt sind. Aber der nächste Sturm kommt bestimmt: Zwar geht der Deutsche Wetterdienst davon aus, dass ein Sturm dieser Intensität nur alle zehn bis 20 Jahre vorkommt. Die Umweltschutzorganisation WWF sieht im Tief „Kyrill“ hingegen einen „Vorgeschmack auf das Klima der Zukunft.“

Quellen :  Text  PNP

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